W-102 bis W-103 – Stalltritt SPG
Eigenschaften:
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Widmung: | - |
Fertigstellung: | 7. Februar 2026 |
Kosten: | - |
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Beschreibung:
Zwei Stalltritte aus den Resten der Weltenesche des Gesellenstücks.
Einfache Konstruktion, handgefertigte Schwalbenschwanzverbindungen in neuner Teilung, durchgestemmte Zapfen mit jeweils zwei Keilen aus Nussbaum.
Ein Tritt gefertigt vom Meisterschüler, einer parallel vom Lehrling.
Geschichte:
Am Kräherwald ist es steil und abschüssig. So ist es beschwerlich, aus der Schulpferdestallgasse auf den Parkplatz zu gehen. Die Schwelle zur Türe ist 600 mm hoch und das geht auf die Knie.
Der Geselle muss für die SiTa, die Situationsprüfung der Meisterschule, und der Lehrling für seine Zwischenprüfung üben. Da kommt so ein einfaches Werkstück sehr geschickt, zumal man auch die restlichen Hölzer des Gesellenstückes verarbeiten kann. Die Bretter wurden schon hinausgesägt, sind aber bei der Holzauswahl weggefallen und haben es nicht in das Leimholz geschafft. So haben sie noch einen Nutzen.
So stand man mit dem Lehrling von 15 bis 21:30 Uhr im Bankraum und hat geübt. Eine schöne Arbeit, ein schönes Holz. Die Esche war vorbereitet, die Keile aus Nussbaum allerdings noch nicht. So hat man die alte Gestellsäge genommen, einen Steifen von einer Nussbaum-Leimholzplatte heruntergeschnitten. Das ging überraschend gut, dieser Längsschnitt. Es kommt nur auf die Schärfe an, dann versteht man auch, wie unsere Ahnen ohne Maschinen arbeiten konnten. Das Holz wurde natürlich auch mit der Raubank gehobelt. So sägte man recht zügig seine Verbindung und ohne wirkliches Nachstemmen passten die Schwalben in die Zinken und das mit vielleicht zwei Lücken. Dasselbe mit den Zapfen. Dies ist die Unterscheidung vom Meisterschüler zum Lehrling, durch die Erfahrung und das Mehr an Fähigkeiten ist man deutlich schneller und präziser.
Am nächsten wurde das Ganze noch verputzt und zum Stall gebracht, an seinen Bestimmungsort. Die Reiterinnen erzählten, dass sie jeden Tag fürchten, dass der jetzige Tritt zu jenem Ausgang, eine Plastikkiste, zusammenbricht. Nun steht dort ein kleiner Tritt aus 18,5 mm starkem Hartholz in klassischer Schwalbenschwanzverbindung und zwei junge Reiterinnen hatten immer noch furcht, dass das ganze zusammenbricht. Versagt bei sowas unser Schulsystem? Materialverständnis? So ist man darauf herumgehüpft um das Gegenteil zu beweisen, da kann sich auch ein Gaul drauf stellen.
Nur die Größe kann verbessert werden: Das Restholz hat gerade für 188 mm Höhe und 200 mm Trittfläche gereicht. Eigentlich hatte man 300 mm Höhe geplant, um die Hälfte der 600 mm hohen Stufe zu überwinden. Und natürlich eine breitere Trittfläche. Es war ein hervorragendes Übungsstück, aber man muss nochmal einen breiteren Tritt bauen. Sonst ist man nicht zufrieden.
Produktion:
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